Die schönste Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.

Kurt Tucholsky


Mit der neuen Linsengeneration brauchen über 90 % unserer Patienten keine Brille mehr zum Lesen oder für das Sehen in der Ferne.

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Wenn die Alterssichtigkeit ab etwa 40 Jahren spürbar wird, kann die Laser- oder Linsenchirurgie Ihr gutes Sehen ohne Brille erhalten.

Hier lesen Sie:

  • Was ist Alterssichtigkeit?
  • Symptome & Ursache
  • Moderne Korrekturverfahren
  • Was ist Monovision?
  • Vorteile von Multifokallinsen
  • Minimalinvasive OP-Technik

Die Alterssichtigkeit, medizinisch auch als Presbyopie bezeichnet, ist keine Krankheit, sondern ein altersbedingter Vorgang. Die natürliche Linse wird mit zunehmendem Alter unflexibler und das Auge verliert die Fähigkeit auf nahe Gegenstände zu fokussieren. Die Monovision oder die Implantation von Multifokallinsen sind zwei etablierte Behandlungsmethoden der Presbyopie, um wieder ein Leben ohne Brille führen zu können. Unser Operateur Dr. Breyer ist einer der wenigen Spezialisten der Kleinstschnittchirurgie, die eine Linse durch einen Schnitt von nur 1,5 - 1,6 mm einsetzen. Er implantierte als Erster eine Linse bei schwierigen Fällen mit hoher Hornhautverkrümmung und wurde dadurch sowie durch seine internationale Vortragstätigkeit und Live-Surgerys weltweit bekannt. Der Vorteile dieser Microinzisionstechnik liegen in der wesentlich kürzeren Heilungsperiode und weniger Nebenwirkungen der Operation selber.


Wie kommt die Alterssichtigkeit zustande und wie äußert sie sich?

Bei der Nahanpassung, auch Nahakkomodation genannt, verändert die flexible Linse im Auge dynamisch ihre Brechkraft. Wenn diese Flexibilität der Linse mit fortschreitendem Alter abnimmt, lässt auch die Fähigkeit zur Veränderung der Brechkraft nach; ein Prozess, der schon sehr früh im Leben einsetzt, aber erst ab einem Alter von 40 Jahren spürbar zu werden beginnt. Dies wirkt sich besonders auf das Sehen naher Gegenstände aus und damit auch auf das Lesen — zunächst von Kleingedrucktem und später auch von normalem Text. Mit einer Brille lassen sich Dinge in der Nähe wieder scharf erkennen, aber die Brille muss zum Sehen in der Ferne abgenommen und auch dem Verlauf der Alterssichtigkeit immer wieder angepasst werden.

Die Monovision ermöglicht vielen Menschen ein Leben ohne Brille.

Die Monovision als eine interessante Behandlungsmethode

Bei der Monovision wird ein Auge — das sogenannte Führungsauge — auf ein gutes Sehen in der Ferne und das andere Auge auf ein gutes Sehen in der Nähe eingestellt. Dieser Eingriff ermöglicht vielen Menschen ein Leben ohne Brille. Allerdings kann das räumliche Sehvermögen dadurch etwas eingeschränkt werden. Daher benötigen zum Beispiel Uhrmacher zusätzlich eine Brille, um das fernsichtige Auge auf die Nähe einzustellen. Da etwa jeder Fünfte im täglichen Leben mit dieser Lösung nicht zurechtkommt, wird die Monovision vor einer Behandlung zunächst mit unterschiedlichen Kontaktlinsen simuliert. Können diese problemlos getragen werden, so ist auch die Monovisionsbehandlung in der Regel erfolgversprechend. Zeigen sich Unverträglichkeiten erst später, können die Augen mit einem zweiten Eingriff auch wieder auf die gleiche Sehentfernung eingestellt werden.

Monovision durch Presby-LASIK, die Implantation von Kontaktlinsen oder Intraokularlinsen

Die Monovision kann durch verschiedene Verfahren erreicht werden: Bei der Presby-LASIK korrigieren wir nach der Femto-LASK-Methode ein Auge für die Nähe und das andere für das Sehen in der Ferne. Alternativ können Linsen in das Auge implantiert werden. Hierfür stehen verschiedene Linsentypen und -modelle zur Auswahl. Ist die natürliche Linse noch klar, so wären implantierbare Kontaktlinsen unterschiedlicher Stärken ideal, um die Sehqualität zu verbessern. Diese Variante hat den Vorteil, dass sie reversibel ist, die Linsen also bei Bedarf oder Unverträglichkeit auch wieder entfernt werden können. Kommt dieses Verfahren nicht infrage, so besteht die Möglichkeit der Implantation von Intraokularlinsen, die wir mit minimalinvasiver OP-Technik im Austausch gegen die natürliche Linse einsetzen würden.

NEU, reversibel und absolut schonend: Monovision mit der Microlens VUE+

Eine innovative und extrem sanfte Methode nach dem Prinzip der Monovision ist die Implantation der Microlens VUE+. Sie wird nur in das Auge eingepflanzt, das für das Sehen in der Nähe zuständig ist, also nicht in das Führungsauge. Die Microlens VUE+ ist eine klare weiche Linse - halb so dick wie ein menschliches Haar. Im Gegensatz zu einer Intraokularlinse hat sie keine Optik und misst gerade einmal 2 mm im Durchmesser. Sie wird unter die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, eingelegt und ändert so die Form der Hornhaut. Diese Form wirkt sich auf die Lichtbrechung aus, die wieder scharfes Sehen in der Nähe ermöglicht. Das andere Auge bleibt gänzlich unberührt und sieht weiterhin scharf in der Ferne. Das OP-Verfahren ist in etwa vergleichbar mit dem ersten Schritt der Femto-LASIK, bei der der Femtolaser präzise und schonend eine Hornhautlamelle (Flap) präpariert. Diese oberste Schicht der Hornhaut wird leicht zur Seite geklappt, anschließend wird die Microlens einfach auf das Auge aufgelegt. Zum Schluss streicht der Operateur den Flap wieder glatt auf das Auge – das ist alles. Die Hornhautlamelle verheilt ohne genäht werden zu müssen. Anders als bei der Femto-LASIK geht bei diesem Verfahren kein Hornhautgewebe verloren. Und sollte es notwendig sein, so kann die Microlens jederzeit wieder entfernt werden.

Dieses Verfahren befindet sich noch in der Studienphase und wird nur bei der Breyer Augenchirurgie und in der Augentagesklinik Spreebogen in Berlin angewendet. In dem Video links erläutern Prof. Tetz, Berlin, und Dr. Breyer die Operation. Wenn Sie an der Studie teilnehmen möchten und alle Fragen aus dem Kurztest unten mit JA beantworten konnten, dann vereinbaren Sie am besten gleich einen Untersuchungstermin mit diesem Formular oder telefonisch unter 0211 586757-0.

 

Kurztest: Sind Sie für die Microlens VUE+ geeignet?

  • Haben Sie Schwierigkeiten beim Lesen?
  • Möchten Sie ohne Lesebrille auskommen?
  • Sind Sie zwischen 43 und 55 Jahre alt?
  • Sind Ihre Augen beide gleich gut/schlecht?

 

Wenn Sie geeignet sind, freuen wir uns über Ihre Teilnahme.

 

Die Implantation von Multifokallinsen ermöglicht das Sehen in der Nähe und in der Ferne ohne Gleitsichtbrilleneffekt.

Das chirurgische Ersetzen der eigenen, unelastisch gewordenen Linse durch eine Multifokallinse ist eine moderne Methode zur Behandlung der Alterssichtigkeit. Multifokallinsen vereinen zwei oder mehr Brennweiten durch konzentrische Stufen und ermöglichen gleichzeitig das Sehen in der Ferne und in der Nähe. Die Eingewöhnungszeit beträgt in den meisten Fällen zwischen ein und drei Monaten; danach können die meisten Patienten nahe und ferne Gegenstände wahrnehmen – ohne Brille und ohne Gleitsichtbrilleneffekt. Auch die Halo- und Blendeffekte sind bei den neuen Linsengenerationen reduziert und die Verträglich wurde wesentlich verbessert. Doch nicht jede Multifokallinse ist für jeden Patienten passend. Die Bedürfnisse an die Sehqualität unterscheiden sich. Daher haben wir ein Konzept entwickelt, mit dem wir für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Linse finden können. Mehr darüber lesen Sie im Kapitel Premiumlinsen.

Heute werden künstliche Linsen schonend per Kleinstschnitt eingesetzt

Die Implantation von Linsen selbst gilt, mit etwa 800.000 Operationen jährlich allein in Deutschland, als ausgereift und sicher. Dr. Breyer zählt hier insbesondere bei komplizierten Fällen mit Hornhautverkrümmung zu den international wissenschaftlich anerkannten Experten. So hat er im Rahmen einer prospektiven, internationalen und multizentrischen Studie (L-TVG) die ersten Patienten operiert und die Ergebnisse auf verschiedenen Kongressen vorgestellt. Mehr über die sogenannte Katarakt-Operation lesen Sie im Kapitel über den Grauen Star.

Für wen ist die Multifokallinse weniger geeignet?

Leider eignet sie sich nicht für jeden: Da einige Patienten nach dem Einsetzen von Multifokallinsen die erwähnten Blend- und Haloeffekte wahrnehmen und auch Kontraste weniger stark ausgeprägt sind als bei einer natürlichen Linse, eignet sich die Methode zum Beispiel nicht für Berufskraftfahrer, die oft nachts mit dem Auto unterwegs sind. Ebenfalls nicht geeignet sind Menschen, die an einer Makulaerkrankung oder anderen Indikationen wie Keratokonus leiden. Auch für Menschen ab einem Alter von 80 Jahren sind Multifokallinsen nur bedingt geeignet.

Weitere Informationen über Intraokularlinsen, Calhoun Licht-adjustierbare Linsen und Add-on Linsen finden Sie im Kapitel Premiumlinsen. Natürlich beraten wir Sie gerne, welche Linsenart für Sie am besten geeignet wäre.