Wenn im Zentrum Farben verblassen und Kontraste verschwimmen.

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Unvermeidbare Risikofaktoren der Makuladegeneration

Vermeidbare Risikofaktoren der Makuladegeneration


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Erkrankungen der Makula können durch neueste OP-Methoden oder Kombinationstherapien heute schonender und erfolgreicher behandelt werden.

Hier lesen Sie:

  • Was ist die Makula?
  • Welche Erkrankungen gibt es?
  • Was bedeutet AMD?
  • Späte Symptome
  • Die Risikofaktoren
  • Innovative Kombinationstherapien
  • Was bedeutet Anti-VEGF?

Die Funktionsfähigkeit der Makula kann durch verschiedene Krankheiten beeinträchtigt werden, die häufig mit fortschreitendem Alter auftreten: so die trockene oder feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die Epiretinale Gliose (Makula Pucker) oder das Makulaloch. Werden diese rechtzeitig erkannt und behandelt, so kann in den meisten Fällen der allmähliche Verlust des Sehvermögens aufgehalten werden. Ihr Spezialist in Düsseldorf und leitender Operateur der Breyer Augenchirurgie, Dr. H. Kaymak, führt die neuesten OP-Methoden durch, entwickelt neue Techniken und trägt darüber auf internationalen Fachkongressen vor. In einer Studie hat er beispielsweise festgestellt, dass mit Kombinationstherapien bei feuchter altersbedingter Degeneration der Makula die besten Behandlungsergebnisse erzielt werden können.

Was ist die Makula?

Die Makula, ein nur wenige Millimeter durchmessender „gelber Fleck“ auf der Netzhaut, ist mit ihrer hohen Dichte an Sehnervenzellen die Stelle des schärfsten Sehens im Auge, ohne die das Kontrastsehen, Farbsehen und das Lesen von Kleingedrucktem kaum möglich wäre.

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die häufigste Form einer Erkrankung der Makula ist die altersbedingte Degeneration der Makula (AMD). Sie kann beide Augen oder nur ein Auge betreffen. In Deutschland leiden etwa zwei Millionen Menschen unter der AMD und ihren Folgen: Sie sehen in der Mitte des Gesichtsfeldes verschwommen, verzerrt oder einen dunklen Fleck und blassere Farben. Da das äußere Gesichtsfeld erhalten bleibt, kommen die meisten von ihnen jedoch selbst im späten Stadium der Krankheit im Alltag einigermaßen allein zurecht.

Genetik und Rauchen als Risikofaktoren einer Degeneration der Makula (AMD)

Neben einem höheren Lebensalter gibt es weitere Risikofaktoren, die die Degeneration der Makula begünstigen. Als primärer und vor allem beeinflussbarer Faktor ist das Rauchen zu nennen. Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle: In einer 2010 erschienen Studie konnten die wichtigsten genetischen Grundlagen der feuchten (exsudativen) und der trockenen AMD identifiziert werden26.

Die trockene AMD

Es gibt zwei Formen der altersbedingten Makula-Degeneration. 85 % der Patienten leiden unter der sogenannten „trockenen“ altersbedingten Makula-Degeneration (AMD). Diese mündet in einen allmählichen Verlust von Sinneszellen bedingt durch Ablagerungen und Verschleißprozesse. Sie kann nach dem augenblicklichen Stand der Medizin nicht aufgehalten werden. Diese Form wird von vielen Patienten gar nicht bemerkt und führt nur sehr selten zu einer starken Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Seltener und gleichzeitig gefährlicher ist die „feuchte“ Form der altersbedingten Degeneration der Makula.

Die feuchte AMD und ihre Behandlung

Die feuchte altersbedingte Degeneration der Makula verläuft meist aggressiver und kann das Sehvermögen deutlich reduzieren. Dabei wachsen krankhafte Blutgefäße in den Bereich der Makula ein. Eine entscheidende Rolle spielt hier der Botenstoff Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF), der zudem die Durchlässigkeit der krankhaften Gefäße fördert. Die Netzhaut schwillt an und die empfindlichen Sinneszellen werden geschädigt. Oft kommt es zu Blutungen im Bereich der Netzhaut und Fettablagerungen. Am Ende kann sich eine umschriebene Narbe im Bereich der Makula ausbilden.

Neu ist eine Therapie mit Anti-VEGF Medikamenten.

Inzwischen gibt es Therapien, die den Krankheitsprozess der feuchten altersbedingten Degeneration der Makula aufhalten oder zumindest verlangsamen können. Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) wird ein Wirkstoff über eine Armvene in die Blutbahn injiziert und gelangt in die krankhaften Blutgefäße im Auge. Dort wird das Medikament durch nicht-thermisches (kaltes) Laserlicht aktiviert und verschließt die krankhaften undichten Blutgefäße. Die gesunden Teile der Netzhaut werden verschont und die noch vorhandene Sehkraft bleibt erhalten. Anders ist das bei der Laserkoagulation: Hier werden die krankhaften Blutgefäße mit einem heißen Laserstrahl verödet. Aus diesem Grund wird die Laserbehandlung nicht im Zentrum der Makula angewendet. Noch recht jung ist die Behandlung der feuchten AMD in Form von Medikamenteninjektionen. Diese Substanzen stoppen durch die Blockade von Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) das Gefäßwachstum und sollen so ein Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Die Sehfähigkeit kann sogar manchmal gebessert werden. Der Wirkstoff wird hierzu in den Glaskörper des Auges injiziert. Bis zur Einführung dieser neuen Therapie mit Medikamenteninjektionen war die feuchte altersbedingte Degeneration der Makula für die Hälfte aller Erblindungen verantwortlich. Allerdings werden die einmal zerstörten Teile der Netzhaut auch mit dieser Methode nicht geheilt. Zur Verfügung stehen zur Zeit u.a. die Medikamente Lucentis®, Macugen® und Avastin®. Gemäß der großangelegten, randomisierten CATT-Studie aus den USA ( PDF, 649 kb), s. auch Pressemitteilung zur CATT-Studie von DOG und BVA, zeigt Avastin® dabei eine vergleichbare Wirksamkeit wie Lucentis®.

Alternativ oder ergänzend dazu kann ein chirurgischer Eingriff bei der altersbedingten Degeneration der Makula durchgeführt werden. In einer seiner Studien hat Dr. H. Kaymak festgestellt, dass sich durch eine Kombination von Photodynamischer Therapie (PDT) mit Anti-VEGF-Injektionen die verschiedenen Ursachen der feuchten AMD effektiver behandeln lassen als mit einer PDT-Monotherapie. Einen kurzen Bericht über diese Studie finden Sie hier in englischer Sprache (PDF, 180 kb).

Sollte keines der heute bekannten Verfahren Erfolg versprechend sein, so informieren die Ärzte der Breyer Augenchirurgie Sie gerne über die Möglichkeiten, die vergrößernde Sehhilfen bieten.

Makula Pucker (Epiretinale Gliose)

Als Makula Pucker, auch Epiretinale Gliose genannt, werden Veränderungen des hinteren Glaskörpers bezeichnet, welche zur Bildung eines Häutchens auf der zentralen Netzhaut führen. Dieses Häutchen kann die Netzhaut wie unter einem Zellophan–Papier in Fältchen ziehen. Da dieses Häutchen mit seiner feinen Fältelung der Netzhautmitte (Makula) glitzert, nennt man diese Veränderung auch Zellophanmakulopathie.

Die Fältelung kann von unterschiedlicher Ausprägung sein und entsteht durch feine Membranen und Narbenstränge. Die Ursachen für einen Pucker können ein Netzhautloch, Netzhautoperationen, Laserbehandlungen, Gefäßveränderungen oder, wie meistens, altersbedingt sein.

Die Veränderungen können aber so ausgeprägt sein, dass es durch Zug an der Netzhaut zur Sehverminderung und mehr oder weniger starkem Verzerrtsehen (Sehen von Wellenlinien) kommt. Bei starken Verzerrungen hilft nur noch eine chirurgische Behandlung. Hierbei wird der Glaskörper, eine gallertige Substanz, die das Augeninnere ausfüllt, mittels einer sogenannten Vitrektomie entfernt, und mit feinen Instrumenten wird die „Zellophanfolie“ abgezogen. Die zusätzliche Entfernung der Grenzschicht von Glaskörper und Netzhaut verhindert das Nachwachsen des Häutchens. In einigen Fällen ist es erforderlich Gas in den Glaskörperraum zu geben.

Da bei den Betroffenen häufig bereits Linsentrübungen vorliegen und diese nach einer Vitrektomie zunehmen können, geht in den meisten Fällen der eigentlichen Operation an der Netzhaut eine Entfernung der menschlichen Linse voraus. Hierbei wird das gleiche Verfahren angewendet wie bei der Operation des Grauen Stars, wobei eine Kunstlinse eingesetzt wird. Das ermöglicht dem Operateur einen besseren Einblick auf die Netzhaut und dem Patienten oft ein klareres Sehen nach der Operation. Das primäre Ziel der Operation ist das Verbessern der Wellenlinien. In einigen Fällen kommt es nach der Entfernung des Häutchens auch zur Sehverbesserung. Diese Phase kann bis zu einem Jahr nach der Operation andauern.

Das Makulaödem ist eine Schwellung der Netzhaut im Bereich der Makula.

Unter einem Makulaödem versteht man eine Schwellung der Netzhaut im Bereich der Makula, die verursacht wird durch die Ansammlung von Flüssigkeit. Die Folge ist eine Verschlechterung des Sehens: Gegenstände erscheinen verschwommen, einzelne Bereiche oder Kontraste werden nicht mehr wahrgenommen. Wenn Sie diese Symptome bemerken, sollten Sie sich sofort untersuchen lassen, damit rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet werden kann.

Ein Netzhautloch (Makulaforamen) kann den Verlust der Lesefähigkeit bewirken.

Ein Makulaforamen, d.h. ein Netzhautloch im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens (Makula), führt zu einer wesentlichen Sehverschlechterung bis zum Verlust der Lesefähigkeit am betroffenen Auge. Typische subjektive Beschwerden sind zudem wie bei anderen Makulaerkrankungen, verzerrtes Sehen und kleine Ausfälle im zentralen Gesichtsfeld.

Ein Makulaloch muss chirurgisch behandelt werden.

Das so genannte idiopathische (also ohne erkennbare Ursache entstehende) Makulaforamen bildet sich bei ca. 33 von 10 000 Menschen im Alter von über 55 Jahren und wird in 17 % der Fälle an beiden Augen diagnostiziert. Frauen sind deutlich öfter betroffen als Männer. Das Makulaforamen wird, ähnlich wie eine epiretinale Gliose, durch Zugkräfte im Glaskörper hervorgerufen, der gallertigen Substanz, die das Augeninnere ausfüllt und die vor der Makula liegt. Wenn durch solche Zugkräfte, die parallel zur Oberfläche der Netzhaut wirken, ein Makulaloch entsteht, kommt es zunächst zu einer Abhebung der Netzhautmitte. Nachfolgend weichen die Netzhautzellen auseinander und zwischen ihnen bildet sich das Makulaforamen (Makulaloch).

Ein Makulaloch kann ohne erkennbare Ursache entstehen und betrifft Frauen deutlich häufiger.

Ein Makulaloch muss chirurgisch behandelt werden. Hierbei wird zunächst der Glaskörper, sowie die Zugkräfte bewirkenden Membranbildungen etc. aus dem Augeninnern entfernt. Die zusätzliche Eingabe von Gas in den Glaskörperraum hilft, die Netzhaut noch zusätzlich auf ihrer natürlichen Unterlage anzudrücken.

Hierbei ist die Mitarbeit des Patienten gefordert: Damit das Gas auf die richtige Stelle (die Makula) drücken kann, müssen Sie für eine Woche nach der Operation den Kopf nach unten halten (am besten auf eine Tischplatte aufstützen und im Bett auf dem Bauch oder auf der Seite liegen). So drückt die stets nach oben steigende Gasblase in Ihrem Augapfel auf den Bereich der Makula. Diese „Krankengymnastik“ ist ein wesentlicher Teil der erfolgreichen Behandlung und sollte möglichst ganztägig (mit kleinen Ausnahmen, z.B. Essen) durchgeführt werden.

Die Operation erfordert in den meisten Fällen die Entfernung der natürlichen Linse.

Bei größeren Löchern in fortgeschrittenen Stadien kann es sein, dass Öl in den Glaskörperraum injiziert werden muss. Dieses presst die Netzhaut wieder an und verschließt somit das Loch, welches dann schneller zuwachsen kann. Nachteil des Öls ist, dass man dieses nach einiger Zeit wieder entfernen muss. Auch diese Operation erfordert in den meisten Fällen die Entfernung der Linse und das Einsetzen einer Kunstlinse. Dies ermöglicht dem Operateur einen besseren Einblick. Zudem ist eine spätere Operation des grauen Stars nicht mehr nötig. Das Ergebnis der Operation ist nach etwa 6 – 8 Wochen beurteilbar. Eine Besserung des Sehvermögens kann noch über einen Zeitraum von weiteren sechs Monaten erfolgen.


Literaturangaben


Weiterführende Fachliteratur