Die schönste Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.

Kurt Tucholsky


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Erbliche oder degenerative Hornhauterkrankungen können unsere Sicht auf die Welt in jedem Alter beeinträchtigen.

Das Premiumpaket

TWEENS

Für junge Erwachsene

  • High-tech Diagnostik:
    Visante® omni (Carl Zeiss Meditec)
    Pentacam® Version HR (Oculus)
  • Behandlungsempfehlung

Nur mit einer intakten Hornhaut erkennen wir unsere Umwelt wirklich scharf. Verzerrte Sicht und schwankende Sehschärfe bei jüngeren Menschen können ein Indiz für fehlende Spannkraft der Hornhaut sein, die zu Verformungen führt. Auslöser kann eine seltene Erkrankung sein, genannt Keratokonus. Dank modernster Technik sind wir in der Lage, den Keratokonus schon früh zu diagnostizieren und ein Fortschreiten der Krankheit durch das innovative UV-Riboflavin-Crosslinking (CXL) aufzuhalten. Wenn erst im späteren Lauf des Lebens unsere Sicht trüb wird, und Gegenstände nicht mehr so scharf gesehen werden, kann eine degenerative Hornhauterkrankung der Grund sein. Durch eine Hornhaut-Endothelmikroskopie erhalten Sie Sicherheit.


Die Diagnose des Keratokonus gelingt nur mit Erfahrung und High-tech

Ein Keratokonus macht sich oft schon zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr bemerkbar. Er tarnt sich im Frühstadium als Hornhautverkrümmung und wird daher oft falsch behandelt. Weitere erste Anzeichen sind eine schwankende Sehschwäche, Kurzsichtigkeit und eine zunehmende Hornhautausdünnung und -verkrümmung. Im späteren Verlauf kann es zum progressiven Keratokonus mit einer deutlich sichtbaren Vorwölbung der Hornhaut kommen. Seine anfänglichen Symptome sind auch von erfahrenen Ärzten nur durch modernste Diagnostik zu bewerten. Dazu gehört die Laservermessung mit dem Visante® omni und der Pentacam HR. Das Visante® omni von Carl Zeiss Meditec erstellt eine hochauflösende Darstellung des gesamten vorderen Augenabschnitts und ermöglicht so die berührungs- und schmerzfreie Diagnose von Hornhautanomalien in einem sehr frühen Stadium.

Die Pentacam® HR der Firma Oculus vermisst innerhalb von knapp zwei Sekunden den vorderen Augenabschnitt und liefert unter anderem eine präzise Hornhaut-Topographie und eine Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie). Sie macht die typischen Keratokonus-Symptome sichtbar.

Eines unserer Spezialgebiete ist die Therapie des Keratokonus durch das UV-Riboflavin-Crosslinking. Zur Verbesserung der Optik setzen wir intracorneale Ringe ein. Erst, wenn das nicht hilft, führen wir eine Transplantation durch. Mehr über die Behandlung von Hornhautkrankungen lesen Sie unter Spezialisierungen im Kapitel Hornhaut / Keratokonus.

Degenerative Hornhauterkrankungen trüben die Sicht im Erwachsenenalter

Das Premiumpaket

CLEAR

Für Erwachsene

  • High-tech Diagnostik:
    Endothel-Mikroskop und -kamera (Tomey)
  • Behandlungsempfehlung

Die Hornhaut wird oft verglichen mit einem Fenster, durch dessen Scheibe wir blicken. Diese Scheibe kann im Laufe des Lebens durch genetische oder degenerative Erkrankungen ihre Klarheit verlieren und trüb werden. Ursache dafür können Zellveränderungen an der Hornhautrückfläche sein, der Endothelzellschicht. Das Endothelmikroskop macht diese Veränderungen sichtbar. Ist die Sehfähigkeit bereits stark eingeschränkt, hilft oft nur eine Hornhauttransplantation. Dabei müssen heute nicht immer alle Hornhautschichten verpflanzt werden. Wir transplantieren – wenn möglich – auch nur die erkrankte Hornhautschicht.

Endothelmikroskop und -kamera machen Zellveränderungen frühzeitig sichtbar


Endothel durch das Mikroskop


Hervorhebung der Zellkonturen


Färbung einzelner Zellformen

Das Endothel ist die innere Schicht der Hornhaut. Sie erhält Sauerstoff aus der Umwelt und wird durch das Kammerwasser des Auges mit Nährstoffen versorgt. Überschüssiges Wasser pumpt sie aus der Hornhaut wieder heraus. Wird sie durch Alterungsprozesse, degenerative Erkrankungen oder Medikamente daran gehindert, so kann es zum Aufquellen der Hornhaut und zu schlechter Sicht kommen.

Mit der Endothelkamera kann das Endothel berührungs- und schmerzfrei beurteilt werden. Dazu wird es unter dem Mikroskop vergrößert und computergestützt untersucht auf seine Unversehrtheit, die Anzahl der Zellen und deren gleichmäßige Geometrie. Der erste Messwert dient als Referenzwert. Bei späteren Untersuchungen werden die archivierten Aufnahmen als Vergleich herangezogen.