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Wie oft sollten Kinder zum Augenarzt, damit Ihr Berufswunsch nicht an schlechten Augen scheitert?

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KIDS

Vorsorge für Kinder
(Orthoptische Untersuchung)

  • Mit 6 – 12 Monaten bei erblichen
    Augenkrankheiten oder Fehlsichtigkeiten
  • Zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr
  • Vor der Einschulung
  • Behandlungsempfehlung

Gutes Sehen ist Kindern nicht angeboren, es wird in den ersten Lebensjahren erlernt1. Schon minimale Fehlstellungen oder Brechungsfehler, die Eltern mit bloßem Auge nicht erkennen, können dazu führen, dass ein Auge nur 10 Prozent der normalen Sehfähigkeit entwickelt. Für das Kind können dadurch viele Berufswünsche unerfüllbar bleiben. Deshalb empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte (BVA) regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt. Wir beschäftigen vier speziell ausgebildete medizinische Fachkräfte (Orthoptistinnen), die sich mit der Augenmotorik und visuellen Wahrnehmung insbesondere bei Kindern befassen und Sehschwächen frühzeitig erkennen.

Orthoptisten – unsere Spezialisten für Augenmotorik und visuelle Wahrnehmung bei Kindern

Kinder, die unter Amblyopie leiden, erwerben nicht die Fähigkeit des räumlichen Sehens.

Die sichere Diagnose von Fehlsichtigkeiten im Kindesalter ist wichtig für das gesamte Leben. Sieht ein Kind mit einem Auge wesentlich schlechter als mit dem anderen, so übernimmt das bessere Auge immer mehr die Aufgabe des Sehens. Dadurch stagniert die Sehentwicklung auf dem fehlsichtigen Auge und es kommt zu einer sogenannten Schwachsichtigkeit (Amblyopie). Kinder, die unter Amblyopie leiden, erwerben nicht die Fähigkeit des räumlichen Sehens. Dadurch werden für sie nicht nur viele Berufsträume unerfüllbar, auch ihr Risiko, sich auf dem gesunden Auge zu verletzen, ist 1000-mal größer als bei normalsichtigen Kindern. Orthoptisten diagnostizieren Schielerkrankungen, Sehschwächen, Störungen des ein- und beidäugigen Sehens, Augenzittern und Augenbewegungsstörungen und erkennen frühzeitig, wann eine Behandlung erforderlich ist. Dabei wenden sie Methoden an, die dem Kinderarzt so nicht zur Verfügung stehen und können Fehlsichtigkeiten zuverlässiger erkennen2. Mehr über Augenerkrankungen im Kindesalter lesen Sie im Kapitel Spezialisierungen unter Sehschule / Kinder.

Elemente der orthoptischen Untersuchung

  • Bestimmung der Sehschärfe in Ferne und Nähe
  • Prüfung der Lesesehschärfe und -geschwindigkeit
  • Bestimmung von Fehlsichtigkeiten (objektiv und subjektiv)
  • Prüfung auf ausreichende optische Korrektur
  • Prüfung der Nahanpassungsfähigkeit
  • Prüfung der Augenstellung und Augenbewegungsfähigkeit einschließlich der Fähigkeit, beidäugige schnelle und langsame Augenbewegungen durchzuführen
  • Messung des Schielwinkels
  • Analyse der beidäugigen Zusammenarbeit
  • Prüfung des zentralen und peripheren Gesichtsfeldes
  • Untersuchung des Farbensehens
  • Untersuchung des Kontrastsehens

 

Kurzsichtigkeit bei Kindern: Das sollten Eltern wissen

Neue Forschungen deuten darauf hin, dass Kinder seltener kurzsichtig werden, je mehr sie im Freien spielen. Auch ein Leseabstand von ca. 30 cm ist vorteilhaft und eine Brille, die die Kurzsichtigkeit nicht vollständig ausgleicht. Und es ist tatsächlich wahr: Das Lesen mit der Taschenlampe unter der Bettdecke ist sicher gut für den Intellekt, aber leider schlecht für die Augen. Das Buch sollte daher lieber abends etwas länger in Verbindung mit einer guten Leselampe geduldet werden - den Augen zuliebe. Wann immer Kinder vor dem Computer sitzen, achten Sie auf einen ausreichend großen Abstand zum Monitor3.


Literaturangaben